#272 - Woody

Campername: Woody

Hersteller: VW

Modell: T4

Farbe: Orange, Schwarz

Baujahr: 2003

Kilometerstand: 288.000 km

Vans of Germany: Woody

Kommentar zum Ausbau:

Begonnen hat alles mit Rudi Rostnase, dem Werkstattfahrzeug, oder besser gesagt, Packesel eines Unternehmens, das den armen T4 gut rangenommen hat. Aber, und das ist was zĂ€hlt, die Basis war gut genug und bedarf nur etwas Mut und Herzblut, um aus dem armen Packesel etwas schönes werden zu lassen. Nach der typischen Grundsanierung – der Beseitigung von typischen Roststellen und technischen Problemen bei T4s – fing ich an dem ganzen neues Leben einzuhauchen. Die gĂ€ngigen Dinge wie DĂ€mmung und Innenausbau in Leichtbauweise, gepaart mit Echtholz Fronten ließen dem ehemals runtergerockten Bus schnell ein ganz schönes StĂŒck weiter in Richtung „Home on 4 Wheels“ nĂ€her kommen. Details, wie neue Fahrersitze in Leder aus einem Golf brachten nicht nur optisch, sondern auch fĂŒr den Fahrer ein Plus an Komfort. Neue Scheinwerfer in Klarglas-Optik und die LED Zusatz-Beleuchtung die entsprechende Aufwertung in Punkto Sicherheit und Durchblick, wenn es mal abseits der asphaltierten Wege entlang geht. Ein vollwertiger KĂŒhlschrank durfte nicht fehlen, ermöglicht durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach, auf dem auch der TrĂ€ger Platz fand, der zwei zusĂ€tzliche GSK-Koffer fest montiert trĂ€gt. Am Heck fand ein TrĂ€ger fĂŒr das Ersatzrad Platz, fĂŒr den Fall der FĂ€lle, wenn einer der auf den VW-Gullideckeln aufgezogenen BFGs AT Reifen mal einen Plattfuß haben sollte. KĂŒrzlich kamen noch neue VorhĂ€nge fĂŒr das Heckfenster hinzu und fĂŒr die SchiebetĂŒr entschied ich mich einen Sichtschutz durch eine Solarplexius Scheibe. FĂŒr Erfrischung ist durch den 20L Wassertank gesorgt, sowie durch die obligatorische portable kleine Toilette, die im Heck untergebracht ist. Ein fest verbautes Bett ermöglicht ohne großen Aufwand gemĂŒtliches schlafen und der doppelflammige Gaskocher die Möglichkeit immer und ĂŒberall zu kochen, die SpĂŒle auf Holz, als nettes Detail, rundet die KĂŒche zudem ab.

Kommentar zum Thema #vanlife:

Viele Jahre habe ich Arbeiten vor vieles gestellt, bis es irgendwann dazu kam, dass ich aus gesundheitlichen GrĂŒnden die Reißleine ziehen musste. Der Wunsch zu Reisen schlummerte immerzu im Hinterkopf. Es kam eins zum anderen, wie sicher bei vielen, die irgendwann den Schritt wagen, und sich das Abenteuer Bulli antun. In meinem Fall kam einfach eins zum anderen. Ich folgte lange vorher schon Blogs auf Instagram von Fotografen, die durch Deutschland reisten (German Roamers) und unglaublich schöne Fotos online stellten. Mein Faible fĂŒr Naturfotografie wuchs stetig und in mir keimte immer mehr der Wunsch auf genau das auch zu verwirklichen. Ein spontanes Jobangebot in Österreich legte dann den Grundstein fĂŒr meine Entscheidung meinen alten Job als Art-Director sein zu lassen und etwas völlig neues zu machen. Privat wie beruflich war das quasi die InitialzĂŒndung fĂŒr den nĂ€chsten Schritt in ein gesĂŒnderes Leben. Die Jahre zuvor waren beschwerlich genug, da fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Die ersten Schritte mit Woody waren allerdings alles andere als einfach. Ansporn weiter zu machen war nicht zuletzt eine Community wie „Vans of Germany“. Du wĂ€chst mit deinen Aufgaben. Und so hoffe ich, mit Woody Erfahrungen zu sammeln, die ich so noch nicht hatte und Menschen wie LĂ€nder kennen zu lernen, denen ich so sonst nie begegnet wĂ€re.